
Ich probier ständig neue Anweisungen für die Bildfunktion von ChatGPT aus. Die meisten sind Blödsinn. Drei sind es aber wert, dass du sie dir abspeicherst – eine davon nutze ich selber am häufigsten.
1. Die kleine Ausgabe von dir selbst
Das ist meine Nummer eins, und das Bild oben ist damit entstanden. Du lädst ein Foto von dir hoch und bekommst dich selbst nochmal – als kleine Comicfigur neben dir, im selben Raum, mit derselben Kleidung.
Use my uploaded photo as the identity reference. Preserve my exact face, hairstyle, beard, skin tone, clothing, pose, and overall appearance. Keep the original background completely unchanged. Create a small Pixar-style version of me, about one-third of my height, with expressive eyes and rounded features. Place it naturally beside me with matching expressions and believable interaction. Keep the real person photorealistic and dominant. Use warm cinematic lighting, soft shadows, seamless blending, premium detail, 8K quality, and a 5:4 vertical ratio.
Warum das so gut läuft: Der entscheidende Teil steht ganz am Anfang. Du sagst der Maschine ausdrücklich, dass dein Gesicht, deine Haare und dein Hintergrund unangetastet bleiben. Ohne diesen Satz baut sie dir ein neues Gesicht. Der zweite wichtige Punkt ist die Größenangabe – ein Drittel deiner Höhe. Ohne eine Zahl wird die Figur mal winzig, mal genauso groß wie du.
Für den Betrieb: Das funktioniert genauso mit deinem Meister, deinem Team oder deinem Firmenmaskottchen. Es fällt auf, es ist sympathisch, und es kostet dich fünf Minuten.
2. Dich selbst als Sammelfigur im Karton
Der zweite Trend, der gerade überall läuft: Du machst aus dir oder deinem Produkt eine Spielzeugfigur in der Verpackung.
Turn the person in this photo into a 3D Chibi-style collectible toy. Give them oversized expressive eyes and place them inside a neon-blue "Cyberpunk" themed action figure box with a transparent plastic window.
Der gehört gerade zu den meistgenutzten Bild-Anweisungen überhaupt, quer durch alle Branchen. Der Trick liegt in den zwei Details am Schluss: der Karton und das durchsichtige Sichtfenster. Lässt du die weg, bekommst du nur eine Figur ohne Verpackung, und das ist halb so lustig.
Nützlich ist das für alles, was du verkaufst. Ein Handwerksbetrieb kann seine Leute als Figurenserie zeigen, ein Händler sein Sortiment. Auf Social Media läuft das gerade außergewöhnlich gut, weil es keiner erwartet.
3. Der Trick gegen den KI-Look
Der dritte ist der unauffälligste und in meinen Augen der wertvollste. Das Problem an KI-Bildern ist ja, dass man sie erkennt: zu glatt, zu perfekt, zu sauber ausgeleuchtet. Also machst du sie absichtlich schlechter.
Take this crisp photo and age it like a forgotten 1990s Polaroid. Add heavy film grain, a slight blur around the edges, and a faint yellow light leak coming from the bottom right corner.
Filmkorn, unscharfe Ränder, ein gelber Lichtfleck in der Ecke. Das Ergebnis sieht aus wie aus einer Schublade und nicht aus dem Rechner. Genau darum wirkt es echter – und wird auch länger angeschaut.
Das lässt sich auch auf deine eigenen Fotos anwenden, nicht nur auf erzeugte. Aus einer sterilen Produktaufnahme wird so etwas mit Charakter.
Zwei Sachen, die immer gelten
Egal welche Anweisung du nimmst: Schreib sie auf Englisch. Die Ergebnisse sind spürbar genauer, auch wenn du selber kein Wort Englisch magst.
Und: Sag immer dazu, was nicht verändert werden soll. Das ist der Unterschied zwischen einem brauchbaren Bild und fünfzehn Versuchen. Bei allem, was mit deinem Gesicht zu tun hat, ist dieser eine Satz der wichtigste im ganzen Prompt.
Servus, Markus
